72h ohne Kompromiss 7B

72 Stunden ohne Kompromiss – Österreichs Jugend ist bereit für die Challenge
Wenn sich Jugendliche im ganzen Land bereit machen, dort anzupacken, wo Hilfe benötigt wird, ist es wieder soweit: „72 Stunden ohne Kompromiss“. Von 17. bis 20. Oktober arbeiteten viertausend junge Menschen zeitgleich in ganz Österreich 72 Stunden lang in sozialen Projekten. Darunter zwei Gruppen von der 7B, die zwei Projekte verwirklichten.
Die eine Gruppe unter der Leitung von Mag. Jakob Foissner und Mag. Franz Weißhäupl setzte sich mit Erfahrungen von Haupt- und Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe in der Pfarre St. Georgen an der Gusen auseinander. Dabei lernten Sie Flüchtlinge kennen, die sie bekochten, über ihr Heimatland berichteten, mit ihnen Fußball spielten und ihre persönliche Situation, geprägt von Ungewissheit, Ungerechtigkeit und von Angst vor Abschiebung, schilderten. Auch für die engagierten Flüchtlingshelferinnen ist es sehr traurig, wenn die von ihnen über Jahre betreuten Flüchtlinge über Nacht verschwinden. All diese Erfahrungen sollten die SchülerInnen in einem Kunstprojekt ausdrücken. So entstand ein Mensch mit einem Rucksack aus Stacheldraht, der mit Steinen gefüllt wurde, die mit den Lasten der Betroffenen stichwortartig beschriftet wurden. Von diesem Menschen führen zwei Wege mit Schritten weg. Die einen Schritte bleiben stehen und die anderen verblassen ins Unbekannte. Ich denke, es war für alle Beteiligten eine emotionale, soziale und handwerkliche Herausforderung, die uns gezeigt hat, was durch ein offenes Miteinander möglich ist. (Film zum Projekt)
Die andere Gruppe unter der Leitung des Sozialarbeiters Philipp Stieglmair und Mag. Helga Lugmayr-Häuserer hatte die Aufgabe, mit den BewohnerInnen von Invita Neukirchen am Walde (Menschen mit unterschiedlichem Betreuungsbedarf aufgrund verschiedener psychischer Beeinträchtigungen) eine kleine Wohlfühloase mit einer Lagerfeuerstelle als Mittelpunkt zu gestalten.
Da die BewohnerInnen gerne im Freien sind und die Abende gemütlich ausklingen lassen möchten, haben wir gemeinsam die Feuerstelle ausgegraben und betoniert. Anschließend wurden Bänke hergestellt und der Platz ansprechend gestaltet. Am Samstag fand ein erstes gemeinsames Essen an der neuen Lagerfeuerstelle statt.
Wir erfuhren einiges zum Thema psychische Beeinträchtigungen, konnten durch das gemeinsame Arbeiten mit diesen Menschen positive Erfahrungen machen und einen Beitrag zur Verbesserung ihres Alltags leisten.