Kepler-Preis 2019

Kepler-Preis 2019

Das Europagymnasium Linz auf den Spuren Keplers

Neun Schülerinnen und Schüler des Europagymnasiums Auhof erhielten den 2. Platz beim internationalen Kepler-Preis für ihre engagierte Arbeit zum Thema Himmelsmechanik. Im deutschen Weil der Stadt, der Geburtsstadt Keplers, fand die Verleihung statt. Durch die Unterstützung der Kepler-Gesellschaft, der Schule und des Elternvereins konnten alle neun Schülerinnen und Schüler daran teilnehmen. Der Festakt mit Preisüberreichung fand am 25. Mai 2019 in Weil der Stadt im Zuge des Festaktes „400 Jahre Weltharmonik“ statt. Am 24. Juni gab es dann auch noch eine persönliche Gratulation mit kurzer Vorstellung von Landeshauptmann Thomas Stelzer. Dazu wurden die Schülerinnen und Schüler in das Regierungssitzungszimmer im Landhaus eingeladen.

Landeskorrespondenz Medieninfo:
https://www.land-oberoesterreich.gv.at/220918.htm

Keplerpreis 2019:
http://www.kepler-gesellschaft.de/kepler-preis

Zusammenfassung der Einreichung

Die erste und zweite Gruppe hat sich mit der Angabe von Positionen von Himmelskörpern beschäftigt und diese analysiert. Hier wurde uns bereits klar, dass Himmelsmechanik ein sehr komplexes Thema ist. Umso erstaunlicher sind die exakten Aussagen, die Kepler bereits im 17. Jahrhundert treffen konnte. Auch bei der Beschäftigung mit den mathematischen Konstrukten, die Kepler zeitlebens aufgestellt hatte, haben wir die physikalische Begabung Keplers feststellen können. Dabei haben wir feststellen können, dass selbst die Herleitung des 3. Keplerschen Gesetzes für eine Kreisbahn nicht trivial ist und es relativ leicht auf alltägliche Situationen wie der Bewegung des Asteroiden Apophis anwendbar ist. Mit diesem von der NASA als „virtual Impactor“ gekennzeichneten Himmelskörper haben wir uns näher beschäftigt und mit Hilfe des Programmes EasySky seine genaue Umlaufbahn dargestellt.

Die letzte der drei Gruppen hat sich mit dem Thema „Swing-by“ auseinandergesetzt. Wir haben den Ablauf der „Swing-by-Methode“ in Algodoo simuliert und graphisch dargestellt. In dem t-v-Diagramm, das dabei entstanden ist, ist verdeutlicht worden, dass die Geschwindigkeit stark zunimmt, wenn der Flugkörper dem Objekt näherkommt. Bei der Simulation wählten wir zwei gleichlange Zeitabschnitte aus, deren Fläche wir auf unterschiedliche Weise errechneten. Wir möchten unsere Arbeit mit einem Zitat schließen: „Wenn die Planeten deswegen der unbedeutendste Teil der Welt sein sollten, weil das ganze Planetensystem im Vergleich zur Fixsternsphäre nahezu verschwindet, dann würde nach demselben Argument der Mensch zu den letzten Nebensächlichkeiten der Welt gehören.“ (Kepler an Herwart von Hohenburg, 16.12.1598)