Besuch einer Zeitzeugin

Besuch der Zeitzeugin Anna Hackl

Am Mittwoch, dem 15.03.2023, besuchte uns die Zeitzeugin Anna Hackl in der Schule. Da wir in Geschichte gerade zum Thema Nationalsozialismus lernen und auch das Konzentrationslager in Mauthausen besucht haben, war das Kommen von Frau Hackl sehr bedeutsam für uns.

Zeitzeugin vor SchulklasseSie erzählte uns ganz genau wie die beiden Russen, namens Nikolai und Michael aus dem KZ zu ihnen kamen. Eines Tages klopften sie an der Tür des Bauernhofes und behaupteten, sie wären Dolmetscher aus Linz und baten um etwas zu essen. Die Familie nahm sie auf und erkannte, wer sie wirklich waren. Eines Tages kamen die SS-Männer als die Familie Hackl am Weg zur Kirche war. Daraufhin rannte Anna Hackl nach Hause und versteckte gemeinsam mit ihrer Schwester die beiden am Heuboden, wo sie trotz Suchhunden nicht gefunden wurden. Beim zweiten Besuch gaben sie den SS-Männern ihren bekannten Most als Ablenkung. Somit wurden die beiden wieder nicht gefunden. Sie lebten insgesamt drei Monate bei Familie Hackl und halfen am Bauernhof. Nach der Befreiung des KZ blieben die beiden noch ein Monat und machten sich dann auf den Weg nach Hause. 19 Jahre hörten sie nichts mehr von ihnen. Erst dann kam ein Brief und sie erfuhren, dass Michael und Nikolai noch lebten. Nach einiger Zeit gab es ein Wiedersehen. Danach hatten sie noch bis zum Tod der beiden Kontakt.

Uns allen hat der Besuch sehr gefallen, doch auch betroffen gemacht. Wir bewundern Frau Hackl sehr! Sie ist so ein wunderbarer Mensch und wacher Geist. Man kann viel von ihr lernen und wir hoffen, dass noch viele SchülerInnen das Glück haben ihre Geschichte zu erfahren. Was blieb ist die Botschaft, dass wir die Zukunft sind und die Vergangenheit dazu da ist, um sie nicht zu vergessen, sondern aus ihr zu lernen.

Florentina und Tanisha (4G)