Schutzengerl (Peermediation) am Europagymnasium Auhof

Schutzengerl (Peermediation) am Europagymnasium Auhof

Im Zuge des Schutzengerl-Projektes betreuen die SchülerInnen der 6. Klassen die Neuankömmlinge an der Schule (1. Klassen). Sie helfen den jungen SchülerInnen sich in der neuen Schulumgebung möglichst schnell und problemlos einzufinden. Bei Konflikten wirken sie als Mediatoren und versuchen eine gemeinsame Lösung für Streitigkeiten und Konflikte in der Klassengemeinschaft zu finden. Damit bilden sie einen wichtigen Bestandteil der Schulgemeinschaft.

Die Ausbildung und Verankerung von Schutzengerln sind seit Jahren wichtiger Bestandteil unserer Schulkultur. Unsere Oberstufen-Schutzengerl unterstützen unsere „Erstklassler“ beim Einstieg in unsere Schule, geben gute Tipps für den Schulalltag und sind Streitschlichter bei kleineren Konflikten. Sie sind Vertrauenspersonen und erste Ansprechpartner für unsere Jüngsten und Klassenvorstände. Sie fahren auch als Begleiter auf die „Kennenlerntage“ mit. Ein Dank an unsere Oberstufenschüler für ihre Bereitschaft den zusätzlichen Aufwand der Ausbildung auf sich zu nehmen, mein Dank gilt insbesondere Herrn Mag. Draxlbauer, der für die Ausbildung unserer Schutzengerl verantwortlich zeichnet und an den Elternverein, der die Ausbildung unserer Schutzengerl finanziert.

– Mag. Gottfried Jachs (Direktor a.D.)

Warum es toll ist ein Schutzengerl zu sein?

„Man lernt den Umgang mit anderen Menschen und bekommt ein Gespür für das Empfinden anderer. Außerdem macht es Spaß sich um Klassen mit kleineren Schülern zu kümmern, weil diese noch sehr unbeholfen sind.“
– Michelle Praschl

„Der Umgang mit kleinen Kindern macht sehr viel Spaß! Dabei lernt man sehr viel. (Soziale Kompetenz). Es ist schön sich um eine Klasse zu kümmern und den Kindern zu helfen und sich lustige Spiele auszudenken. ;)“
– Sarah Mayrhofer

„Kinder vertrauen dir, sie blicken auf zu dir und verlassen sich darauf, dass man für sie da ist.“
– Anna Jungwirth

„Das [Schutzengerl-]Projekt gibt einem das Gefühl von Verantwortung und das Vertrauen von Kindern erlangt zu haben ist ein unglaubliches Gefühl.“
– Nina Kainberger

„Ich finde es auch angenehm, wenn wir in die Klasse kommen und sie [die SchülerInnen] sich Freuen und uns alles erzählen wollen. Vor allem bei positiven Geschichten freut man sich mit ihnen. Es ist auch schön zu sehen, dass sie bei Problemen zu uns kommen und uns diese anvertrauen. Zum Glück hatten wir noch keine größeren Probleme, aber sie freuten sich trotzdem sehr, wenn wir ihnen bei Konfliktlösungen helfen konnten.“
– Julia Halasz

„[Ich] bin ich froh, wenn Schüler mit Problemen oder Streitigkeiten zu uns kommen und wir, die Schutzengerl, ihnen helfen können. Mit der Zeit, vor allem an den Kennenlerntagen, habe ich die „1c-ler“ besser kennengelernt und habe sie richtig liebgewonnen. Es war toll mit anzusehen wie sie von ein paar Kindern, die sich kaum kannten, zu einer Gemeinschaft zusammenwuchsen.“
– Lilith Biere

„Mir sind die Kinder der 1c sofort ans Herz gewachsen. Es war spannend mit ihnen zu arbeiten und beobachten zu können wie schnell sich neue Freundschaften entwickeln. Falls es doch einmal Streite oder kleiner Turbulenzen gegeben hat konnte ich den Kleinen fast immer helfen. Das wird mir auch in meinem späteren Leben helfen Konflikte zu lösen. Schlussendlich kann ich es nur empfehlen ein Schutzengerl zu werden.“
– Katharina Leitner-Hanetseder

Es ist toll ein Schutzengerl zu sein, weil …
„… es die Oberstufen und Unterstufenklassen verbindet.“
– Lea Breitenfellner
… die Arbeit mit den Kindern Spaß macht.“
– Magdalena Radmayr
… es den Kindern den Einstieg in die neue Schule erleichtert.“
– Jonas Rosensteiner
… der Zusammenhalt unter den Schutzengerln wächst.“
– Helena Rigler
„… ich gerne neue Bekanntschaften mache.“
– Sarah Tran
„… ich dadurch Verantwortungsbewusstsein lerne.“
– Leonie Adey

„Ich persönlich genieße die Arbeit mit den Kindern sehr. Das liegt einerseits daran, dass es eine oft sehr lustige Abwechslung zum regulären Unterricht ist, denn die 15-Minuten-Pause mit den Kindern zu verbringen, bringt nicht nur mir Spaß, sondern es bringt mich auch menschlich gesehen weiter. Ein weiterer Grund warum es mir gefällt, ist jener, dass ich ihnen helfen kann. Den ich selbst war dankbar darüber, dass ich damals jemanden hatte der mir half und ich will den Kindern das gleiche mitgeben. Daher versuche ich jeden Moment mit ihnen zu genießen und mir alles mit zu nehmen, da ich es später sicherlich wieder gebrauchen kann, vor allem im Beruf.“
– Felix Baumgartner

„Für mich macht die Arbeit mit den Kindern einfach Spaß. Ich habe auch das Gefühl, dass wenn ich den Kindern helfe ich in meinem Element bin. Am Anfang hatte ich noch Skrupel, ob dies wirklich das Richtige für mich ist, aber jetzt im Nachhinein muss ich sagen, dass es einfach nur überwältigend ist, wie die Kinder mich(uns) aufgenommen haben und wie viel Action und Spaß wir Tag für Tag erleben.“
– Leo Pühringer


Die Schutzengerl-Ausbildung

Um die Schutzengerl optimal auf die Betreuung ihrer Klassen vorzubereiten, erhalten die SchülerInnen der 6. Klassen eine Basisausbildung. Im darauffolgenden Schuljahr beginnt ihre Betreuungszeit. Die Ausbildung findet alle zwei Jahre statt.

Inhalte der Basisausbildung:

  • Umgang mit Kindern (Gruppendynamik, Beziehungsaufbau)
  • Soziale Spiele und Übungen für Kinder
  • Grundlagen im Umgang mit Konflikten
  • Betreuung der SchülerInnen im Schulalltag

Umfang der Ausbildung: 24 Einheiten + 10 Einheiten Peergroup-Treffen

Ausbildungsleiter: Benjamin Draxlbauer, MA
Koordination: Mag. Doris Fischer