(Technisches Werken siehe unten)
TEXTILES GESTALTEN
Textilien sind ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens.
Die Bereiche Produktgestaltung, Kleidung, Wohnen und Textilkunst sind die Hauptinhalte des Unterrichtsfaches Textiles Gestalten.
Das Ziel des Faches besteht einerseits darin, die SchülerInnen auf sinnvollen Umgang mit Textilien vorzubereiten, andererseits bereitet das Fach durch das Schulen feinmotorischer und kognitiver Fähigkeiten auf viele, über den textilen Bereich hinaus weisende Anforderungen des Berufs- und Alltagslebens vor.
Die praktische Arbeit umfasst Entwurfsgestaltungen, das Planen und Durchführen von Arbeitsabläufen, sowie die Anwendung verschiedener Techniken im Zusammenhang mit der Gestaltung textiler Produkte. Der Schwerpunkt liegt auf dem kreativen Umgang mit dem Material und der Erziehung zur selbstständigen Umsetzung von Aufgabenstellungen.
Im Erweiterungsstoff ist das Arbeiten mit nicht textilen Materialien wie Metall, Leder u.ä. vorgesehen.
Die theoretischen Inhalte sollen das notwendige Hintergrundwissen vermitteln und gliedern sich in folgende Bereiche:
Textiltechnologie, Materialienkunde, textile Alltagskultur unter Einbeziehung ökonomischer, ästhetischer und kulturhistorischer Aspekte, Verbrauchererziehung und Produktanalyse
TECHNISCHES WERKEN
Gebaute Umwelt, Produktgestaltung-Design und Technik sind die drei Themenbereiche des Technischen Werkens.
Zur Bearbeitung konkreter Inhalte und Fragestellungen schlüpfen Schülerinnen und Schüler in unterschiedliche Rollen:
Als Erfinder und Planer hinterfragen sie Funktion, Aufgabe und Zweck eines Objekts. Sie überlegen sich Anforderungen, die an das Objekt gestellt werden und suchen auf unterschiedliche Weise nach Lösungen: spielerisch, fantasierend, logisch kombinierend, experimentierend. Die gefundenen Ansätze werden auf ihr Funktionieren und ihre Machbarkeit hin überprüft.
Um dem Objekt eine konkrete Form zu geben, sind die Schülerinnen und Schüler auch als Gestalter gefordert. Im Alltag umgeben wir uns mit Objekten, wir sehen, berühren, begreifen und erleben sie. Ihre Wirkung soll daher unsere Sinne ansprechen und befriedigen. Aktive Gestalt-Gebung ist also eine ästhetische Herausforderung und ein schöpferischer Prozess, der Hand in Hand mit der funktionalen Problemlösung geschieht.
Zur praktischen Realisierung gefundener Ideen auf funktionaler und ästhetischer Ebene benötigen Schülerinnen und Schüler auch Kompetenz im Einsatz von Werkstoffen und in den Möglichkeiten ihrer Bearbeitung. Als Technologen, Handwerker und Monteure lernen und üben sie den fachgerechten Umgang mit unterschiedlichen Materialien, Werkzeugen und Maschinen und trainieren ihre eigene Geschicklichkeit und Feinmotorik.
Jedes im Fach Technisches Werken gefertigte Werkstück fordert und fördert daher…
… die Zusammenarbeit und das Zusammenspiel von Kopf, Herz und Hand
… die Fähigkeit, eigene Gestaltungsideen umzusetzen – und auch durchzuhalten
… die Erarbeitung und Anwendung sozialer Kompetenzen in Team-Arbeiten
… Einblicke in verschiedene Berufsfelder (Designer, Architekt, Ingenieur, Handwerker)
… fächerübergreifende Qualifikationen
… kritisches Konsumverhalten im Alltag
… die Wertschätzung von Selbst-Gemachtem –
… und leistet so einen wesentlichen Beitrag zur ganz persönlichen Selbstwertfindung
der Schülerinnen und Schüler!